Auszug aus einer Büttenrede von Diakon Andreas Fritze beim Seniorenfasching am 31.1.2008:

 

Willkommen euch Ihr lieben Gäste,

heute hier beim Fastnachtsfeste.

Es ist schon lange bei uns Sitte,

dass ich gerne komm in Ihre Mitte.

...

 

Doch 2008 taten die Raucher das Lachen verlieren,

in Bayern müssen sie nun vor die Türen,

das tut uns hier nicht sehr genieren,

auch wenn sie jetzt ein bisschen frieren,

 

Der einzige, der sich noch auskennt,

das ist der Herr Bundespräsident.

“Das Gesetz kann einfach so nicht bleiben!

So tu ich das nicht unterschreiben!

Den Mist könnt ihr wiederhaben,

macht erst mal eure Hausaufgaben

 

Sauer auf diesen ersten Mann in unserm Land,

ist Frau Merkel, die ihn doch als Kandidaten fand.

Sauer ist auch ihr Ehegatte,

nicht weil er viel Ärger hatte.

Sauer heißt der Professor einfach nur mit Namen.

Als Kanzlergatten kannten wir bisher nur Damen.

 

Wen sich ein Kanzler hat auch auserkoren,

ob Doris oder die beiden Hanneloren,

“First Lady³ nennt man gerne ihren Rang,

und sah sie oft beim Staatsempfang.

Herr Sauer hat sich da ganz zurückgenommen,

nur zu Bush und Blair ist er mal mitgekommen.

 

Doch warum immer nur nach oben schauen,

auch was sich hier ereignet tut erbauen.

In Würzburg, unserer alten Stadt am Mee,

da ist oft Ebbe im Geldbeutel - o je.

Die Räte der Stadt werden bald neu gewählt,

ob Pia, oder die andren Kandidaten - Ihre Stimme zählt.

 

Die Landeskirche war überall am kürzen,

doch unsere Kirche wollen wir nicht stürzen.

Einen Dachschaden hat unser St. Stephan,

und alle strengen sich für die Renovierung nun an.

 

Pfarrer Dolling zeigte uns Schadensbild-er

auch die neue Homepage präsentierte er.

Wir werden nach weiteren Wege suchen,

um noch die nötigen Spenden zu buchen.

Auch manche von Ihnen haben behende,

gegeben der Kirche eine schöne Spende.

Wir sagen einen herzlichen Dank dafür,

das Ergebnis sehen sie am Barometer an der Tür.

 

Am Schwinnplatz daneben liegt ein besonderer Schatz,

denn Versöhnungsplatten finden immer mehr hier Platz.

Und wurde einst im März die Kirche zerstört,

die Bitten um Versöhnung wurden an vielen Orten erhört.

 

Es begegnen sich hier die Konfessionen

und auch verschiedene Religionen.

Das Nagelkreuz wanderte von hier aus

an verschiedene Orte in der Stadt und bald aus ihr hinaus.

Die Kirchen, die Stadt, die Diakonie,

sie arbeiten hier zusammen - sehen Sie!

 

In unserer Kirche war einst Herr Amman

der brachte ein beeindruckendes Kunstwerk an.

Der Christus, der große, das ist unser Zeichen.

Der Anblick ist für manche zum Herzerweichen.

Stephanus - ein weiterer Mann,

den schauen wir an verschiedenen Orten an.

Er gab unserer Kirche einst den Namen.

Und als nach den Mönchen evangelische kamen

da sagen wir heute oft ökumenisch: Amen.

 

Unsere Kirche liegt abseits der Touristenströme

doch es lohnte sich für jeden, der hierher käme.

Ein Buch gibt¹s auch bei uns mit der Kirchenführung.

Für Kinder, für Senioren - eine schöne Entdeckung!

 

Schon in der Bibel gab´s Informationsbedarf.

Und Gott überlegte wohl damals sehr scharf:

Lukas, Paulus und Stephanus berichteten treu,

was für den Glauben der Menschen wichtig sei.

 

...

Diese Wahrheit tat Jesaja schon erahnen:

Christus wird den Weg zu Gottes Liebe bahnen.

Vor Freude der Kämmerer lachte

Und ganz bei sich er dachte:

Da tat ich mir ja was tolles Kaufen!

"Philippus, kannst du mich denn nicht hier taufen?"

 

Und da sich am Wegesrande auch noch Wasser fand,

und auch sonst der Taufe nichts im Wege stand,

ward durch´s Sakrament die Kirche schnell gemehrt.

Der Afrikaner dann froh in Richtung Heimat fährt.

Philippus gewöhnt sich an den Job als Reiseleiter,

da schickt der liebe Gott ihn ruck-zuck weiter.

 

Welchen Job, er nun sollte verrichten,

wissen wir bis heute mitnichten.

Aber vorher war er auch ganz rege,

er ward gewählt - wie Stephanus - zur Armenpflege.

Stephanus kann ganz schön was vom Glauben sagen,

und hilft den Armen, dass sie nicht verzagen.

 

Und nun zu Ihnen - ihr lieben Senioren,

ihr habt euren Humor hoffentlich nicht verloren.

Ihr seid hier beisammen in fröhlicher Runde

ob Sommer ob Winter das ist ganz egal

ob freudig , ob traurig - ja auch das gibt´s manchmal,

verleben wir manch besinnliche Stunde.

 

Ich hoff, sie können alle mit uns (Mitarb.) lachen,

denn unsre Späße soll Ihnenn Freude machen.

Und jetzt hör ich auf mit dem Radau,

und sag Ihnen einfach nur "helau".